Kindergarten Rappelkiste

Pädagogische Zielsetzung

Gesetzliche Grundlagen
Bildungsleitlinien

Im Hinblick auf Art. 19 Ziff. 3 BayKiBiG muss in jeder Einrichtung eine spezifische Konzeption vorliegen, die die pädagogische Arbeit beschreibt. Die Erstellung bzw. die regelmäßige Überprüfung (ggf. Änderung) einer Konzeption gründet auf den im BayKiBiG normierten Bildungs- und Erziehungszielen, dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan und den Bayerischen Bildungsleitlinien. Eine Erstellung/Änderung wird stets in Zusammenarbeit des gesamten Teams und dem Träger durchgeführt.

Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan

Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan für Tageseinrichtungen gilt für Kinder bis zur Einschulung.
Im Mittelpunkt dessen stehen die Bedürfnisse, die Kinder bist zur Einschulung für ihre optimale Entwicklung haben. Ihre Beachtung ist für alle Kindertageseinrichtungen verbindlich. Zielsetzung des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans ist es, den Trägern und dem pädagogischen Personal einen Orientierungsrahmen und Anregungen an die Hand zu geben, wie sie diese normierten Bildungs- und Erziehungsziele bestmöglich umsetzen können.

Die grundlegende Zielsetzung jedweder Bildungs- und Erziehungsarbeit ist der Erwerb und die Stärkung der kindlichen Basiskompetenzen. Als Basiskompetenzen werden Fertigkeiten und Persönlichkeitscharakteristika bezeichnet, die die drei, für den Menschen wichtigsten Bedürfnisse zu Grunde haben:

das Bedürfnis nach sozialer Eingebundenheit
das Bedürfnis nach Autonomie – Erleben
das Bedürfnis nach Kompetenzerleben

Aufgegliedert in vier Bereiche sind der Erwerb und die Stärkung dieser Kompetenzen die parallele Zielsetzung zur Förderung der themenbezogenen Bildungs- und Erziehungsziele.

 

Unsere Schwerpunktziele

Bild vom Kind und Bildungsverständnis

Der neugeborene Mensch kommt als „kompetenter Säugling“ zur Welt, bereits nach der Geburt beginnt er seine Umwelt zu erkunden und mit ihr in Austausch zu treten. Kinder gestalten ihre Bildung und Entwicklung von Geburt an aktiv mit. Bereits sehr kleine Kinder sind eher aktive Mitgestalter ihres Verstehens als passive Teilhaber und können ihre Bedürfnisse äußern. Sie wollen von sich aus lernen, ihre Neugierde und ihr Forschungsdrang sind der Beweis. Sie lernen mit Begeisterung und mit bemerkenswerter Leichtigkeit und Geschwindigkeit. Zwar unterscheiden sich Kinder durch Persönlichkeit und Individualität, ihr Lerneifer, ihr Wissensdurst und ihre Lernfähigkeit sind dennoch groß.

Kinder haben Rechte – universell verankert in der UN – Kinderrechtskonvention.
Sie haben insbesondere Recht auf bestmögliche Bildung von Anfang an. Oberstes Ziel der Bildung ist, ihre Persönlichkeit, Begabung und geistig – körperliche Fähigkeiten voll zur Entfaltung zu bringen.

Die Krippe bzw. der Kindergarten stehen dabei nicht im Mittelpunkt, sondern das sich entwickelnde und lernende Kind! Bildung im Kindesalter gestaltet sich als sozialer Prozess, an dem sich Kinder und Erwachsene aktiv beteiligen. Nur in gemeinsamer Interaktion und im kommunikativen Austausch findet Bildung statt.

Unsere pädagogischen Grundsätze

Im Mittelpunkt unserer täglichen pädagogischen Arbeit stehen die Persönlichkeit und die ganzheitliche Förderung des Kindes.
Unser Ziel ist es, als familienunterstützende Einrichtung den Bedürfnissen, Ansprüchen und Rechten der Kinder gerecht zu werden.
Wir wollen für Ihr Kind eine liebevolle Atmosphäre des Vertrauens und der Geborgenheit schaffen und somit den Kindern die Möglichkeit geben, ihre Persönlichkeit entfalten und entwickeln zu können.

Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit

In der Reggio – Pädagogik wird das Kind als Konstrukteur seiner Entwicklung und seines Wissens und Könnens betrachtet. Dem Kind werden natürliche Gaben und Potentiale zugeschrieben, die Entfaltungsraum brauchen. Diesen Raum wollen wir den Kinder bieten, indem wir Vertrauen aufbauen, den Kindern freie Bewegungs- und Spielräume schaffen und ihnen ein eigenes Aktivitätstempo zugestehen, ohne Orientierungshilfen außer Acht zu lassen.

Integration

Ein großes Ziel unserer Einrichtung ist die Integration.
Durch das teiloffene Konzept unserer barrierefreien Einrichtung bieten offene Spiel- und Bewegungsräume und gemeinsame Aktionen viele Möglichkeiten für gruppenübergreifende Berührungsbereiche für alle Kinder, aber auch Rückzugsmöglichkeiten.

Förderung von Freude und Spaß

Wir möchten, dass Ihr Kind Freude am eigenen Tun erfährt, sich weiter entwickelt und neugierig auf Kommendes zugeht.
Im Mittelpunkt des kindlichen Krippenalltags steht das Spiel. Beim Spiel lernen die Kinder den Umgang mit anderen, probieren sich aus, entwickeln körperliche Fähigkeiten und geistige Talente, lernen Gefühle zu artikulieren und gestalten ihre Umgebung aktiv mit.
Grundlegend wichtig ist die Bewegung, die während des Freispiels und in gezielten Angeboten in Turnhalle, Halle und Garten ausgelebt werden kann. Sie stärkt gezielt das Körperbewusstsein und das Körpergefühl.

Förderung der Selbständigkeit

Ganz nach dem berühmten Zitat von Maria Montessori „Hilf mir, es selbst zu tun“ sind uns die Förderung der Selbständigkeit und die gesunde Entwicklung des Selbstwertgefühls besonders wichtig. Die Förderung der Kreativität spielt hier eine große Rolle: Kreativ sein heißt, neue und brauchbare Formen zu finden, ein Problem zu lösen. Kreativität ist somit nicht nur im Umgang mit Schere, Stift und Kleber gefragt.
 Im täglichen Miteinander lernen die Kinder eigene Fähigkeiten und Schwächen einzuschätzen und entwickeln langsam Gespür für das eigene Tun.

Partizipation als Kinderrecht

„Die Vertragsstaaten sichern dem, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife“ (Art. 2 der UN – Kinderrechtskonvention)

Kinder haben das Recht, an allen sie betreffenden Entscheidungen entsprechend ihrem Entwicklungsstand beteiligt zu werden. Beteiligung bedeutet „Partizipation“ im Sinne von Mitwirkung und Mitgestaltung. Wichtig dabei ist, das Kind nicht zu überfordern, sondern den Dialog zwischen Erwachsenem und Kind alters- bzw. reifespezifisch zu gestalten. Ebenso wichtig ist, dass Mitbestimmung für alle Kinder einer Gruppe gleichermaßen gilt. Die Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe ist somit Ziel.

Im Alltag finden sich partizipative Elemente in Alltagsgesprächen, im täglichen Umgang, im Morgenkreis, bei Befragungen, bei Kinderkonferenzen, bei der Raumgestaltung und bei Projektgestaltungen.